Nido vérde (más negro)
(2000)


 

 

Und es kam der Tag, an dem sich der kleine schwarze Rabe in eine dunkle Höhle verkroch, mit der verhältnismäßig ernst gemeinten Absicht vorerst nicht mehr herauszukommen. Er hatte sich am Licht der Sonnenfrau gehörig die Federn verbrannt und genoß nun die feuchte, kühle Höhlenluft. Langsam beruhigte sich der kleine Vogel und begann die Gedanken die in seinem Rabenhirn Damentennis spielten zu ordnen und zu bearbeiten.

Natürlich konnte der kleine Rabe nicht wissen daß dieser Vorgang für große schwarze Vögel durchaus sehr normal ist, fast schon angemessen. Denn an einem bestimmten, vagen Moment in ihrem Leben gehen Raben in ein möglichst dunkles, bis schwarzes Nest um sich ihren Namen (und vor allem die Farbe) zu verdienen.

Während Raben in einem hellen, grünen Nest geboren werden, verdunkelt sich sich ihr Geist über die Jahre immer mehr, so daß die grüne Farbe die alle Raben in ihrer Jugend haben, irgendwann schlicht und einfach nicht mehr passt.

So ging dann auch unser kleiner grüner Rabe in das tiefe, scharze Nest um seine Farbe zu wechseln. Ein ganz normaler evolutionärer Prozeß über den zu berichten ab jetzt auch wirklich nicht mehr nötig ist.