Andy Ameisenbärs Abenteuer (1999)

 

 

Es war früher Morgen auf dem Spezialmond Vendor`, als Andy Ameisenbär seinem Ameisenbärraumschiff entstieg. Sein mundgeblasenes Computergerät hatte ihm mitgeteilt, dass die Lebensbedingungen dieses im entferntesten Winkel der Ameisenbärgalaxie liegenden unwirtlichen 2.Mondes des Sonnensystems Mochtar, in Noten 3 waren und er konnte ohne die zwischen vier und fünf Metern lange Ameisenbärnasenmaske den staubigen Untergrund betreten. Leider hatte er keine Ahnung welcher Art sein Auftrag hier genau war, denn er war so geheim, dass man ihn sogar vor ihm geheimhalten mußte. So spazierte er ein wenig auf dem Mond herum und wartete darauf, daß sein Auftrag sich bemerkbar machte.

Andy wurde oft mit besonders schwierigen Missionen betraut, denn er war einer der erfahrensten Ameisenbärpiloten in der gesamten Ameisenbärraumflotte und hatte den Tod schon mehrfach gerochen. Doch auch langjährige Ameisenbärraumfahrterfahrung hielten Andy heute nicht davon ab, nach 3-tägiger Abwesenheit seines Auftrags eine gewisse Langeweile beim Warten zu verspüren. So bohrte er ein wenig in der langen Ameisenbärnase um sich die Zeit zu vertreiben. Andy fand dort sogar ein gutes Buch wieder, welches er lange Zeit vermißt hatte und las ein wenig darin. Das Buch hieß: „Leben im Ameisenbäruniversum - in Geruch und Bild“ . Es enthielt Ratschläge für praktisch jede Lebenslage in die man geraten konnte und Andy schaute sofort nach unter: „Was tun wenn Aufträge sich verstecken“. Dort, auf Seite 4653, stand in großen Lettern geschrieben: „Der Fehler liegt nicht beim Auftrag sondern dem Universum. Erfinde es neu.“ „Na gut“, dachte der kleine Ameisenbär. Und sein Gehirn begann Welten zu schaffen und zu zerstören, daß es nur so rappelte im Karton.

Als der Auftrag vom Flottenkommando dann schließlich eintraf, war Andy gerade ein kleiner Mann im Sektor 001 und ging aus dem Haus Zigaretten kaufen.

Die Sonne schien ihm auf den Kopf, die Vögel zwitscherten und die Baüme grünten vor sich hin. Gleich würde er frühstücken und die Fussballzeitung lesen - darauf freute er sich schon seit dem mühsamen Aufwachen. Denn Frühstück - das war die beste Jahreszeit. Oben in der Wohnung angekommen wollte er erstmal schön auf dem Balkon eine rauchen – aber: Oh Schreck! Plötzlich merkte er das seine Arme zu kurz waren um die Zigarette in den Mund zu stecken.... Nachdem er einige Nanosekunden in steigender Verwirrung verharrt hatte, löste Andy sich in einem großen weißen Blitz auf und alles andere auch.